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GRÜNE Heimbach 
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Grundsätze unserer Umweltpolitik

Erhalt der Schöpfung um ihrer selbst willen

Erhalt und Schutz einer intakten Natur sind für Bündnis 90 / Die Grünen Teil des politischen Selbstverständnisses.
Im Kreis Düren ist es uns in den Jahren der rotgrünen Koalition gelungen, die Landschaftsbehörde auszubauen und die Biologische Station einzurichten. Damit ist professionelles Know - How zum Schutz der Natur vorhanden. Wir haben den Ankauf schutzwürdiger Flächen genauso durchgesetzt wie die Landschaftsplanung.
Diese Politik setzen Bündnis 90 / Die Grünen fort und treten ein für:
  • eine bessere Betreuung von Naturschutzgebieten im Kreis Düren,
  • eine Intensivierung der Landschaftsplanung und des Kulturlandschaftsprogramms,
  • die Renaturierung und ökologische Verbesserung von Bächen und Flüssen.


Die Grünen wehren sich gegen Naturzerstörung so gut es geht! Wenn die CDU in Düren-Derichsweiler völlig uneinsichtig ein Neubaugebiet genau dort ausweisen will, wo einer der letzten Brutplätze der Steinkäutze im Raum Düren ist, dann zeigt dies eine erschreckende Ignoranz auf.

Zum Zeitungsartikel „Steinkäuzchen pfeifen das Dürener Rathaus zurück“ (DN vom 07.02.04) erklärt Oliver Krischer, Vorsitzender der Biologischen Station im Kreis Düren und Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion:

„Für die letzten Steinkäuze in der Stadt Düren ist es gute Nachricht, wenn die Bezirksregierung dem Baugebiet Kaiserbenden einen Riegel vorschiebt. Nun hat diese vom Aussterben bedrohte Vogelarten vielleicht doch noch eine Chance in Düren und es waren nicht die letzten Jungkäuze, die letzten Sommer dort das Licht der Welt erblickt haben. Damit kann der Naturschutz einen wichtigen Erfolg für die Erhaltung dieser Art in unserer Region verbuchen.
Leider erinnert das Verhalten der Stadt Düren in Sachen des Derichsweiler Bauge-biet Kaiserbenden an das Verhalten eines kleinen Kindes: Es läuft mit aller Kraft se-henden Auges gegen ein Baum, stürzt, holt sich eine blutige Nase, weint und beschimpft den Baum, weil der ja Frechheit besessen hat, im Weg zu stehen.
Seit Beginn der verschiedenen Planungen haben Naturschützer, Fachbehörden, GRÜNE und einzelne Sozialdemokraten Bürgermeister Larue und die CDU-Mehrheitsfraktion darauf hingewiesen, dass das Baugebiet Kaiserbenden so nicht realisierbar ist. Selbst die eigene Stadtverwaltung sowie ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten hegten erhebliche Zweifel an dem Vorhaben.
Ich selbst habe den Bürgermeister in der Sache letztes Jahr dreimal angeschrieben, aber nie eine Antwort erhalten. Als ich ihn persönlich angesprochen habe, gab er mir mit Nachdruck zu verstehen, dass ihn – so seine Worte – „die Käuzchen in Derichsweiler nicht interessieren.“ Das konstruktive Gespräch hat er verweigert – schon merkwürdig für einen Bürgermeister, der Schlagwörter wie „Erhaltung der Schöpfung“ gelegentlich gerne auf seinen Lippen trägt. Stattdessen verbreitete die CDU in Derichsweiler unsachliche und polemisierende Flugblätter gegen den Naturschutz.
Wenn nun CDU-Fraktionschef Karl-Albert Eßer die Steinkäuze gegen bauwillige junge Familien ausspielt, so ist das die reine Böswilligkeit. Er selbst hat sich öffentlich feiern lassen und das Baugebiet wider besseres Wissen als beschlossene Sache dargestellt. Dem Vernehmen nach soll es ja schon zu Vorverträgen über den Verkauf einzelner Grundstücke gekommen sein. Hätten sich Paul Larue und Karl-Albert Eßer statt wie Autisten aufzuführen, in einen vernünftigen Dialog mit Fachbehörden und Naturschützern begeben, wäre sicher eine aus Sicht des Naturschutzes unproblema-tische Fläche für das Baugebiet gefunden worden, wo dann heute vielleicht schon die ersten Häuser stehen könnten.
In anderen Kommunen ist ein solcher Dialog möglich – nach den aktuellen Erfahrungen für die Stadtspitze vielleicht in Düren demnächst auch. Mit dem Ersatzgeld aus dem Baugebiet an anderer Stelle könnten die Kaiserbenden in Derichsweiler dann ökologisch noch weiter aufgewertet werden – Bauwillige und Steinkauz hätten etwas davon. Vielleicht denken Sie einmal darüber nach, Herr Larue und Herr Eßer?“

Bei Rückfragen: Oliver Krischer, Tel. 0172-2570275


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